„a BIT of ART“ – Der Computer als Medium des Künstlers
Hoyerswerda, 19. 9. 2021 - 30. 1. 2022

https://zuse-computer-museum.com/sonderausstellung
Als die Zuse KG im Jahr 1961 den Graphomat Z64 zum Verkauf anbot, dachte dort wohl niemand daran, dass dieser Plotter nur wenige Jahre später in den Kreativbereich vordringen würde. Doch bereits 1965 wurde in Stuttgart eine erste Ausstellung eröffnet, die etwas zeigte, was so nicht zu erwarten war: Kunst aus dem Computer. Die Reaktionen darauf reichten von Erstaunen bis zu absoluter Ablehnung, denn Kunst aus der Maschine schien das menschliche Selbstwertgefühl, des ein oder anderen zu bedrohen. Doch die Kreativität eines Elektronenhirns zeigten diese Werke keinesfalls. Vielmehr dienten die benutzten Rechenmaschinen zur Umsetzung einer Idee, die im Vorfeld entstand und anschließend durch Algorithmen maschinentauglich beschrieben wurde. Der Einsatz von Zufallswerten machte das entstehende Werk jedoch unvorhersehbar.

Die Sonderausstellung widmet sich jenen Pionieren, die den Computer als ihr Kreativwerkzeug, als ihren Pinsel verstanden und zeigt Werke von Frieder Nake, Horst Bartnig, Georg Nees, Charlotte Sommer-Landgraf, Zdeněk Sýkora und spannt damit einen Bogen, der in den 1960er Jahren der BRD beginnt, den Einsatz von Computern zur künstlerischen Entfaltung in der DDR beleuchtet und auch den Blick in die ČSSR wirft. Gegenwärtige Tendenzen zeigen die Werke von Tom Witschel.

„a BIT of ART“ – Der Computer als Medium des Künstlers

ZCOM Zuse-Computer-Museum
Hoyerswerda
19. 9. 2021 - 30. 1. 2022